Der Moment ist typisch: Kartons stapeln sich im Flur, der Vermieter hat die Übergabe für morgen angesetzt, und plötzlich fällt der Blick auf die Sockelleisten – Staubrand inklusive. Genau dafür lohnt sich eine klare Routine. Eine move-in move-out cleaning checklist verhindert, dass Sie die großen Flächen glänzend hinterlassen, aber an den Details scheitern, die bei Wohnungsabnahmen und Einzügen auffallen.
Damit diese Checkliste wirklich funktioniert, ist sie nicht als „Putz-Marathon“ gedacht, sondern als Ablaufplan. Sie entscheiden zuerst: Geht es um Auszug (Abnahme, Rückgabe, Kaution) oder um Einzug (Hygiene, Neubezug, gutes Gefühl)? Beides überschneidet sich – aber die Prioritäten sind unterschiedlich.
Was bei Einzug vs. Auszug wirklich zählt
Beim Auszug zählt vor allem ein neutraler, gepflegter Zustand: keine sichtbaren Verschmutzungen, keine Gerüche, keine Fettfilme. Hier ist „optisch sauber“ oft genauso wichtig wie hygienisch sauber, weil Abnahmen häufig nach Sichtprüfung erfolgen.
Beim Einzug stehen Hygiene und Komfort im Vordergrund. Selbst wenn die Wohnung „sauber wirkt“, möchten viele die Kontaktflächen (Schalter, Griffe), Sanitärbereiche und Küche einmal gründlich desinfektionsnah reinigen – nicht aus Angst, sondern weil es pragmatisch ist. Außerdem lassen sich kleine Mängel (z. B. Kalk, Schmutz in Ecken) vor dem Möbelaufbau leichter beheben.
Ein wichtiger Trade-off: Je leerer die Räume sind, desto effizienter wird eine Grundreinigung. Beim Einzug ist das Zeitfenster oft knapp; beim Auszug sind die Räume idealerweise leer, aber die Nerven dünn. Die beste Checkliste ist daher eine, die sich in Etappen abarbeiten lässt.
Vorbereitung: So sparen Sie 30–60 Minuten ohne schneller zu putzen
Bevor Sie überhaupt starten, klären Sie drei Dinge: Welche Räume sind wirklich „kritisch“ (Küche, Bad), welche Oberflächen sind empfindlich (Naturstein, Hochglanzfronten), und welche Erwartungen gibt es schriftlich (Übergabeprotokoll, Mietvertrag, Hausordnung).
Praktisch bewährt: Starten Sie mit Trockenarbeiten (Staub, Spinnweben), dann Nassarbeiten (Wischen, Entkalken) und beenden Sie mit dem Boden. So vermeiden Sie, dass Sie frisch gereinigte Flächen wieder einstauben oder betreten.
Wenn die Zeit knapp ist, priorisieren Sie sichtbar und prüfungsrelevant: Sanitär, Küchenfett, Fenster im Blickbereich, Lichtschalter, Fußleisten, Böden.
Move-in Move-out Cleaning Checklist: Raum für Raum
Diese move-in move-out cleaning checklist ist so aufgebaut, dass Sie sie in der Reihenfolge abarbeiten können – oder gezielt einzelne Bereiche herausziehen.
Flur & Eingangsbereich
Der Flur ist der erste Eindruck und sammelt erstaunlich viel Schmutz.
Achten Sie auf Türblatt, Zarge und Griff (Fingerabdrücke). Reinigen Sie die Klingel-/Sprechanlagenfläche vorsichtig, weil hier oft empfindliche Oberflächen verbaut sind. Sockelleisten und Ecken sind klassische „Vergesser“: einmal mit Staubsaugeraufsatz vorgehen, danach feucht nachwischen. Spiegel oder Schrankfronten im Eingangsbereich sollten streifenfrei sein – gerade bei Abnahmen fällt das sofort auf.
Wohn- und Schlafräume
Hier entscheidet nicht die Chemie, sondern Systematik.
Entfernen Sie Staub von oben nach unten: Deckenlampen (stromlos!), Regalböden, Heizkörperoberseiten, dann Fensterbänke und Fußleisten. Heizkörper sind ein typischer Knackpunkt, weil Staub sich in den Lamellen festsetzt. Wenn Sie keine Heizkörperbürste haben, hilft ein Staubsauger mit schmaler Düse – und anschließend ein feuchtes Tuch für die Front.
Bei Wänden gilt: Nur reinigen, wenn nötig. Kleine Abriebstellen lassen sich oft mit einem leicht angefeuchteten Mikrofasertuch behandeln; zu viel Wasser kann Flecken erzeugen. Böden erst am Ende: saugen, dann wischen (passend zum Belag). Bei Parkett lieber nebelfeucht als nass.
Küche (Auszug: prüfungsrelevant, Einzug: hygienisch entscheidend)
Die Küche ist der Bereich, in dem sich „sauber“ und „wirklich sauber“ am stärksten unterscheiden.
Starten Sie mit den Oberflächen: Arbeitsplatte, Nischenrückwand, Schrankfronten und Griffe. Danach die Geräte – und hier lohnt eine klare Reihenfolge. Beim Backofen sind eingebrannte Rückstände die häufigste Streitquelle bei Abnahmen. Weichen Sie den Ofen (wenn möglich) kurz an, reinigen Sie Dichtungen und Kanten, und vergessen Sie die Ofentür-Innenseite nicht.
Beim Kühlschrank (wenn vorhanden) zählt: ausschalten, ausräumen, Fächer reinigen, Abläufe prüfen, anschließend trocknen lassen – sonst entstehen Gerüche. Beim Herd/kochfeld sind Randbereiche und Bedienfelder die Stellen, die schnell übersehen werden.
Der Dunstabzug ist das stille Risiko: Fettfilter (je nach Modell) herausnehmen und entfetten. Außenflächen streifenfrei abziehen. Unter Spüle und in Schubladen: einmal auswischen, Krümel und klebrige Stellen entfernen.
Wenn Sie eine Küche übernehmen: Prüfen Sie zusätzlich die Scharniere, Griffleisten und die Oberkante der Hängeschränke. Dort sammelt sich oft Fettstaub.
Bad & WC
Im Bad entscheidet sich, ob eine Reinigung „professionell wirkt“. Das ist weniger Magie als Reihenfolge: erst entkalken, dann reinigen, dann polieren.
Dusche/Badewanne: Kalk an Armaturen, Duschkopf, Glasabtrennung und Fugen. WC: außen, innen, Spülkasten-Drücker, WC-Sitz-Schaniere. Waschbecken: Ablauf, Überlauföffnung, Armatur. Spiegel: streifenfrei.
Typische Abnahme-Details: Seifenreste am Fliesenspiegel, dunkle Ablagerungen an Silikonfugen, Rand unter dem Waschbecken, sowie Lüftungsgitter (Staub!). Auch Handtuchhalter und Heizkörper im Bad werden gern übersehen.
Bei starkem Kalk gilt „es kommt darauf an“: Manchmal reicht ein haushaltsüblicher Entkalker, manchmal ist der Belag so alt, dass mehrere Durchgänge nötig sind. Wichtig ist, Oberflächenverträglichkeit zu beachten – Naturstein und bestimmte Armaturenbeschichtungen reagieren empfindlich auf Säuren.
Fenster, Rahmen & Jalousien
Fenster wirken wie ein Verstärker: Wenn alles sauber ist, aber die Scheiben schmieren, sieht die Wohnung trotzdem „ungepflegt“ aus.
Reinigen Sie zuerst Rahmen und Falze (hier sitzt der Schmutz), dann die Scheibe. Bei Jalousien oder Lamellen: trocken entstauben, dann punktuell feucht nacharbeiten. Achten Sie auf Fenstergriffe und Dichtungen – gerade beim Auszug sind das schnelle, sichtbare Punkte.
Ob Sie alle Fenster „innen und außen“ schaffen, hängt vom Zugang ab. In oberen Etagen ohne sichere Möglichkeit ist innen plus Rahmen oft das realistische Minimum. Wenn Außenfenster verlangt sind, klären Sie vorher die Machbarkeit.
Böden, Sockelleisten & Ecken
Böden sind die letzte Station – und die, die am meisten Fläche frisst.
Saugen Sie gründlich, auch unter Heizkörpern und in Ecken. Danach wischen: Fliesen können etwas mehr Feuchtigkeit ab, Laminat und Parkett nur nebelfeucht. Sockelleisten separat feucht abwischen; beim Wischen „nebenbei“ bleiben häufig Streifen.
Teppich: Wenn Flecken vorhanden sind, entscheidet der Zustand. Kleine Stellen lassen sich punktuell behandeln. Bei größeren Laufspuren ist eine Teppichreinigung sinnvoll – sonst putzen Sie lange, ohne dass es besser aussieht.
Balkon, Keller, Abstellkammer (falls vorhanden)
Diese Bereiche sind oft der Grund für Nachforderungen, weil sie im Alltag „aus dem Blick“ geraten.
Auf dem Balkon: grob fegen, Geländer abwischen, Spinnweben entfernen, Abflüsse prüfen. Im Keller: Besenrein reicht häufig, aber leeren Sie wirklich vollständig und entfernen Sie Staubspuren an Regalböden oder Fensterbänken, wenn diese dazugehören.
Qualitätscheck: So prüfen Sie wie bei einer Übergabe
Planen Sie am Ende 15 Minuten für einen Rundgang ein. Wechseln Sie dabei die Perspektive: einmal bei Tageslicht, einmal mit Deckenlicht. Genau so entstehen die Reklamationen – nicht weil etwas „dramatisch“ schmutzig ist, sondern weil ein Fettfilm im Streiflicht sichtbar wird.
Wenn Sie können, machen Sie vor der Übergabe Fotos von kritischen Bereichen (Backofen, Bad, Fensterrahmen). Das ist kein Misstrauen, sondern eine sachliche Dokumentation, falls später Rückfragen kommen.
Selber machen oder abgeben? Eine ehrliche Entscheidungshilfe
Selbst reinigen lohnt sich, wenn die Wohnung gut gepflegt war, wenig Kalk/Fett vorhanden ist und Sie ein freies Zeitfenster haben. Wenn Sie aber zwischen Umzug, Job und Terminen nur „abends noch schnell“ putzen können, wird es oft teurer – nicht beim Geld, sondern bei Zeit, Stress und im Zweifel bei Nachbesserungen.
Gerade bei Auszügen ist das Risiko nicht die große Fläche, sondern die Detailarbeit: Ofen, Dunstabzug, Fugen, Rahmen, Sockelleisten. Wer hier unsicher ist, gewinnt durch professionelle Unterstützung vor allem Verlässlichkeit.
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Am Ende geht es nicht darum, „perfekt“ zu putzen. Es geht darum, die richtigen Stellen im richtigen Moment sauber zu haben – damit Einzug oder Übergabe sich leicht anfühlt, statt wie ein zusätzlicher Umzugskarton auf den Schultern.